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Köln_Maschinenfabrik Humboldt: Eisenkonstruktions-Werkstätte, Halle 32/33
Klöckner-Humboldt-Deutz(Werk Kalk), Dillenburger Str.

Maschinenfabrik Humboldt. Eisenkonstruktions-Werkstätte. Foto 2008
Walter Buschmann
Maschinenfabrik Humboldt: Eisenkonstruktions-Werkstätte( Halle 32/33)
Seit Ende der 1870er Jahre war die Maschinenfabrik Humboldt im Stahl- und Brückenbau tätig. Die Werkstatt war anfangs zusammen mit der Kesselschmiede nahe der Rolshovener Straße untergebracht.
Die Hallen 32/33 für den Bau von Eisenkonstruktionen gehörten zu den seit 1897 mit hohem Finanzaufwand ins Vingster Feld auf das Grundstück südlich der Dillenburger Straße verlegten Werksfunktionen. Die 1906 erbaute Doppelhalle war mit zwei Preßluftanlagen und 40 Werkzeugmaschinen ausgestattet. 11 elektrische Laufkrane waren hier tätig. Die Haupthalle ist 130m lang und hat eine Spannweite von 27m. Besonders interessant ist die Dachbinderkonstruktion: die Halle wird stützenfrei überspannt wobei mittig in die Binderkonstruktion die Kranbahnen für die Laufkrane integriert ist.
Die Maschinenfabrik Humboldt gehörte in Deutschland zu den wichtigsten Herstellern von Stahlkonstruktionen. In Köln war das Unternehmen beteiligt am Bau der Deutzer Brücke 1945/46, Mülheimer Brücke 1949, Severinsbrücke 1955/56, Zoobrücke 1962 und fertigte 1936 die Hallenkonstruktion für den Flugzeughangar des Flughafens Butzweilerhof mit der gewaltigen stützenfreien Öffnung zum Rollfeld.
Die nach dem Krieg wiederaufgebauten und erweiterten Halle werden heute von der Deutz AG im Rahmen der Motorenproduktion genutzt.

Schnitt mit der spektakulären Aufhängung der mittleren Kranbahnen im Dachbinder. Plan um 1906
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