ACLA Kolben & Riemenfabrik
Köln, Heidelberger Str. | Frankfurter Str. (Buchheim)
Texte und Dokumente
Kurztext: Alexander Kierdorf


Kurztext
Bauzeit: 1922|23
Architekt: Hans Erberich

Die schon 1829 van Abraham Cahen-Leudersdorff, Vorsteher der jüdischen Gemeinde zu Mülheim am Rhein, gegründete Lederfabrik siedelte sich um 1900 auf einem Gelände an der Frankfurter Straße mit einer Erweiterung an; Haupterzeugnis des Unternehmens waren zu dieser Zeit Ledertreibriemen für die Transmissionsanlagen der Fabriken. In Ergänzung zu den ersten Bauten entstand 1922|23 die schon während des Ersten Weltkriegs projektierte "Kolben- und Riemenfabrik" des Architekten Hans Erberich. Obwohl im Innern dreigeschossig, ist der Bau im Äußeren als langgestreckte Halle mit Sockel und vertikal betonten Fensterreihen gestaltet. Im Sockelbereich ist in Backstein eine Quaderung angelegt, die mit einer angedeuteten Betonplatte abgeschlossen wird. Der Hauptteil der Fassade ist mit den Mitteln des Backsteinbaus plastisch bereichert: abgestufte Gewände und Rahmen gliedern die Flächen, deren endlose Fensterreihen an klassische Tempelbauten erinnern. Erberich als einer der ambitioniertesten Industriearchitekten seiner Zeit versucht die monumentale Gestaltung des Industriebaus mit einfachsten Mitteln zu erreichen.